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Klimawandel: weitreichende Folgen für die Gesundheit

Es ist unbestritten, dass Auswirkungen der globalen Erwärmung heute weltweit zu spüren sind. Ein milderes Klima in unseren Breiten – an manchen nasskalten Tagen zunächst einmal eine verlockende Aussicht. Aber neben sicherlich vorhandenen positiven Einflüssen ist auch mit negativen Folgen für die menschliche Gesundheit zu rechnen.

Nach Modellrechnungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist in unterschiedlichen Szenarien die veränderte Verbreitung von Krankheiten vorhergesagt und zum Teil inzwischen auch schon beobachtet worden:

  • Krankheitserreger und deren Überträger erobern sich neue Lebensräume und verursachen die Zunahme von übertragbaren Infektionskrankheiten. Zecken breiten sich weiter nach Norden aus. In Schweden wurde schon ein Zusammenhang zwischen milderen Wintern und der Zunahme der durch Zecken übertragenen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) aufgedeckt. Auch für das in jüngster Zeit in vielen Teilen der Welt beobachtete Wiederaufleben der Malaria werden u.a. auch Klimaveränderungen verantwortlich gemacht.
  • Hitzebedingte Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden zunehmen. Hitze- und Kältewellen verursachen Krankheiten und auch Todesfälle. Die WHO schätzt, dass weltweit jedes Jahr rund 150.000 Menschen an den Folgen eines sich fortlaufend erwärmenden Klimas sterben.
  • Auch andere extreme Wetterereignisse häufen sich. Katastrophen wie Überschwemmungen, Dürre, Stürme, Orkane oder Erdbeben fordern Todesopfer und Verletzte und führen zu Nahrungsmangel, Seuchen durch verunreinigtes Wasser, psychische Erkrankungen und eine zerstörte Infrastruktur im Gesundheitswesen. Ähnliche Konsequenzen können auch Bevölkerungsbewegungen haben, die durch den Anstieg des Meeresspiegels ausgelöst werden.
  • Die Verschiebung der Klimazonen verändert die Nahrungsmittelproduktion und die Wasserverfügbarkeit weltweit. Landwirtschaft und Fischerei müssen sich darauf einstellen. Eine schlechtere regionale Lebensmittel- und Wasserversorgung kann eine erhöhte Infektanfälligkeit zur Folge haben. Pollen und Sporen können sich anders ausbreiten, was sich auf die Verbreitung von allergischen Erkrankungen, Asthma und Atemwegserkrankungen auswirken könnte.
  • Durch den Abbau der Ozonschicht und die verstärkte UV-B-Strahlung nimmt die Zahl der Hautkrebserkrankungen zu. Besonders gefährdet sind die Bewohner der mittleren Breiten der Südhalbkugel.

Auswirkungen von Klimaveränderungen auf die Gesundheit des Menschen sind also langfristig nicht auszuschließen, auch wenn andere Faktoren diesen Effekten entgegenwirken und die Vorhersagen mit gewissen Unsicherheiten behaftet ist. Die globale Erwärmung kann die Kostenexplosion im Gesundheitssystem weiter steigern, so dass die Auseinandersetzung mit Klimaschutz und CO2-Einsparung auch in diesem Zusammenhang notwendig ist.

Redaktion e|pat|in®


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