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Leistung im Beruf nur mit Aufputschmitteln?

Rund 80.000 gesunde Bundesbürger sollen sich laut einer Studie der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) regelmäßig mit Medikamenten dopen. Rund zwei Millionen Arbeitnehmer haben bereits einmal ihre Leistung oder Laune durch Medikamente zu steigern versucht. Vier von 10 Beschäftigten wissen, dass Medikamente gegen alters- und krankheitsbedingte Gedächtnisstörungen oder Depressionen auch bei Gesunden wirken können. Besonders Akademiker greifen häufiger zum Aufputschmittel.

Empfehlungen kommen meist von Familienmitgliedern, Freunden und Kollegen. Bedenklich ist, dass jede dritte Empfehlung für ein aufputschendes Mittel von den Ärzten selbst kommt. Knapp 20 Prozent der 3.000 befragten Arbeitnehmer im Alter zwischen 20 und 50 Jahren akzeptieren Stimmungsaufheller, um beruflichen Stress und Konflikte am Arbeitsplatz besser auszuhalten.Doch, wer für jede Situation eine Pille einnimmt, verlernt seine Probleme selbst zu lösen.

Die DAK hat Arzneimitteldaten von Antidepressiva, Mitteln gegen Demenz und ADHS sowie Betablockern analysiert und untersucht, inwieweit die Mittel abweichend von ihrer Zulassung verschrieben werden. Die Ergebnisse dieser Analyse geben indirekte Hinweise auf eine mögliche Fehl- und Überversorgung oder Medikamentenmissbrauch. Man kann aus den Daten schließen, dass Beschäftigte Medikamente auf eigenen Wunsch erhielten, um ihre Leistung zu steigern und den Stress besser bewältigen zu können.

Die DAK warnt davor, aufputschende Medikamente zur Leistungssteigerung und Stimmungsaufhellung einzunehmen. Der Wunsch, immer perfekt sein zu müssen, lasse sich auch durch Medikamente nicht erfüllen. Auf lange Sicht bestehe ein hohes Nebenwirkungs- und Suchtpotenzial.

Redaktion e|pat|in®


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