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Sind neue Medikamente wirklich besser?

Der BARMER GEK Arzneimittelreport 2014 belegt es: Nicht alle neuen Arzneimittel, seien es Pillen, Salben oder Tinkturen, sind wirklich besser als ihre Vorgänger. Oftmals handelt es sich bei den neuen Präparaten um Scheininnovationen oder Me-too-Präparate (auch Analog-Präparate genannt). Was versteht man darunter? Analog- oder Me-too-Präparate sind laut Definition Fertigarzneimittel, die im Vergleich zu auf dem Markt bereits bekannten und eingesetzten Arzneimitteln patentgeschützte Arzneistoffe enthalten, die eine vergleichbare pharmakologisch-therapeutische Wirkung haben. Sie sind also im Prinzip nicht neu, sondern nur leicht modifiziert, das heißt verändert.

20-30 Prozent der Ausgaben der Krankenkassen werden jährlich in Scheininnovationen und Analog-Präparate gesteckt. Nach Meinung von Experten viel zu viel Geld für zum großen Teil überflüssige und dazu noch teure Arzneimittel ohne erkennbaren Mehrwert. Hier könnten drei bis vier Milliarden Euro eingespart werden.

Kritisiert wird auch, dass Medikamente, die, wenn sie auf dem Markt sind, später nicht mehr erneut auf ihren Nutzen hin getestet werden. Zu empfehlen wäre daher eine regelhafte Spätbewertung für jedes Medikament. Auch Ärzten wird geraten, eine gewisse Skepsis bei der Verordnung neuer Medikamente walten zu lassen. Sie sind oftmals im Glauben, dass sie durch die Verordnung neuer Präparate die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse in ihr therapeutisches Handeln mit einfließen lassen. Laut einer 2010 im Deutschen Ärzteblatt veröffentlichten Studie der Uni Mainz verschreiben 39 Prozent der Ärzte ihren Patienten gerne neue Medikamente.

Redaktion e|pat|in®


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