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Gesundheitsverhalten von Männern könnte besser sein

"Männer erwarten von ihrem Körper, dass er wie eine Maschine funktioniert. Erst bei Störungen wird eine Werkstatt aufgesucht" sagte Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), kürzlich auf einem Männergesundheitskongress in Berlin. Schmerzen und andere Krankheitssymptome werden demzufolge bagatellisiert und ignoriert. Der Gang zum Arzt erfolgt häufig erst sehr spät. Zudem sind sie Vorsorgemuffel und beteiligen sich seltener an Vorsorgeuntersuchungen, wie etwa der Krebsfrüherkennung, als Frauen. Pott verwies während des Kongresses auf das Internetangebot der BZgA www. maennergesundheitsportal.de. Hier bietet die BZgA seit rund einem Jahr qualitätsgesicherte und neutrale Gesundheitsinformationen für Männer zu Themen wie urologische Erkrankungen, Alkohol, Sport und Vaterschaft.

Männer leben ungesünder als Frauen

Laut der Gesundheitsberichterstattung des Bundes (GBE) sind Männer mehr als Frauen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen betroffen. 15,9 Prozent aller Sterbefälle bei Männern haben die koronare Herzkrankheit (KHK) als Ursache. Bei den Frauen sind es 13,7 Prozent. Gründe für die höhere Sterblichkeitsrate liegen Studien zufolge in der ungesünderen Lebensweise der Männer. Das betrifft vor allem die Ernährung und den höheren Konsum von Nikotin und Alkohol.

Bei Krebserkrankungen liegen die Männer im Vergleich zu den Frauen ebenfalls vorn. Besonders häufig tritt das Bronchialkarzinom auf. Es ist bei Männern nach wie vor die häufigste Krebstodesursache. Auch bei Suchterkrankungen (Alkoholabhängigkeit: Männer 4,8 Prozent, Frauen 2,0 Prozent) ist der Unterschied sehr deutlich. Frauen leiden dagegen häufiger an psychischen Störungen. Stressbelastungen und Depressionen werden bei Männern weniger häufig diagnostiziert.

Männer, besonders jüngere, haben zudem ein höheres Unfallrisiko. Auffallend ist auch, dass 75 Prozent aller Suizide (Selbstmorde) von Männern verübt werden.

Internet nutzen für Gesundheitsstrategien

Das Bundesgesundheitsministerium will das Thema Männergesundheit jetzt stärker in den Fokus rücken. Lange wurde dieser Bereich vernachlässigt. Erst 2010 gab es den ersten Männergesundheitsbericht, neun Jahre nach einem Frauengesundheitsbericht. "Es bestehe großer Handlungsbedarf", wie Kongressteilnehmer fanden. Zumal die Lebenserwartung bei Männern (77,7 Jahre) auch um fünf Jahre niedriger liegt als bei Frauen (82,7 Jahre). Männer sollen daher noch mehr über den Nutzen von Angeboten zur Gesundheitsförderung informiert werden. So will man die Motivation, zur Vorsorge zu gehen, erhöhen. Das Internet soll dabei verstärkt als Medium zur Bekanntmachung von Gesundheitsstrategien von BZgA und Bundesgesundheitsministerium genutzt werden, denn rund 80 Prozent der Männer surfen heute im Internet.

Quelle: Ärzteblatt vom 28. März 2014

Redaktion e|pat|in®


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