Patienten-Information
Aktuelles aus der Gesundheitspolitik
Fast täglich gibt es Neues in der Gesundheitspolitik. Gesundheitsreform, Gesundheitsverhalten, wohnortnahe Gesundheitsversorgung, Krankenkassenbeiträge oder Honorarreformen sind einige der gesundheitspolitischen Themen in der Tagespresse von heute. Die interessantesten aktuellen Nachrichten haben wir hier für Sie zusammengestellt.
Hochtechnologie sorgt für Kostensteigerung im Gesundheitswesen
Aufwendige Diagnoseverfahren wie beispielsweise die Magnetresonanztomografie (MRT) oder die Computertomographie (CT) werden in Deutschland so häufig wie sondt nirgends auf der Welt eingesetzt. Der Einsatz dieser Hochtechnologie ist für die Kostensteigerung im Gesundheitswesen mitverantwortlich.
Im Herbst kommt die Gesundheitskarte
Die unendliche Geschichte der Gesundheitskarte scheint im Herbst ein Ende zu finden. Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) zwingt die Krankenkassen per Gesetz, bis Ende 2011 mindestens zehn Prozent ihrer Versicherten mit der elektronischen Gesundheitskarte auszustatten. Andernfalls drohen hohe Strafzahlungen.
Wann sind Individuelle Gesundheitsleistungen sinnvoll? Was sollte man dabei beachten?
Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für alle Diagnosen und Behandlungen, die ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sind und das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Darüber hinaus hat der Patient die Möglichkeit, zusätzliche Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) in Anspruch zu nehmen, die allerdings von ihm selbst bezahlt werden müssen.
Ersatzkassen wollen bessere Verteilung der Ärzte
Der Verband der Ersatzkassen (vdek) fordert eine Umstrukturierung im Gesundheitswesen. Demnach wäre es sinnvoll, vorhandene ärztliche Kapazitäten in Regionen umzusteuern, in denen eine ärztliche Unterversorgung drohe.
Jüngste Gesundheitsreform bringt wichtige Neuerungen für Kassenmitglieder
Die neue Gesundheitsreform, die am 1. Januar 2011 in Kraft getreten ist, bringt für die Kassenpatienten steigende Beiträge zur Krankenversicherung mit sich. Lesen Sie hier, was sich hinsichtlich der Zusatzbeiträge, Bemessungsgrenzen und Wahltarife ändert.
Arzneimittel-Härtefall-Verordnung
Die Arzneimittel-Härtefall-Verordnung betrifft Menschen, die an einer schweren Erkrankung leiden, die ihr Leben bedroht oder zu einer Behinderung führen kann. Diese Patienten können Medikamente anwenden, die in Deutschland und Europa nicht zugelassen sind. Die Anwendung nicht zugelassener Arzneimittel ist nur unter strengen Voraussetzungen möglich.
Versicherte zahlen für zu teure und nutzlose Medikamente
Die Arzneimittelpolitik ist von je her ein schwieriges Kapitel im Gesundheitswesen. Viele Versuche, sie zu reformieren, scheiterten. Fakt ist: die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für Arzneimittel steigen immer schneller. Die Bundesregierung will jetzt massiv in diesem Bereich sparen und die Pharmabranche soll beispielsweise für neue Medikamente einen Kosten-Nutzen-Plan erstellen.
Preisgrenzen für Medikamente zwingen Patienten Veränderungen auf
Steigende Kosten für Arzneimittel zwingen die Ärzte dazu, ihren Patienten einen häufigen Wechsel bei Medikamenten zuzumuten. Ursache sind vom Gesetzgeber gewollte Preisgrenzen, die eingehalten werden müssen. Andernfalls kann es zu Budgetüberschreitungen kommen. Die Mehrkosten müssen die Ärzte aus eigener Tasche bezahlen.
Niederlande Vorreiter in Sachen Bürgerversicherung und Gesundheitsprämie
In Deutschland hat eine Regierungskommission gerade die Arbeit zur Reform des Gesundheitswesens aufgenommen. Die Frage der Kopfpauschale wird dabei ein wichtiges Thema sein. Die Niederländer haben eine Kombination aus Bürgerversicherung und Kopfpauschale im Jahr 2006 umgesetzt. Die Bürger haben die Reform, die eine Krankenversicherung und einen Leistungskatalog vorsieht gut angenommen.
Kopfpauschale? Gesundheitsprämie? Was ist das eigentlich?
Die Kopfpauschale, auch Gesundheitsprämie genannt, ist eine einkommensunabhängige Beitragspauschale für Arbeitnehmer in der gesetzlichen Krankenversicherung. Vorgesehen ist, dass anders als bisher jeder Arbeitnehmer zukünftig den gleichen Pauschalbeitrag in die Gesundheitskasse einzahlt. Der Arbeitgeberanteil wird auf dem bisherigen Beitrag eingefroren.
2.870 Euro Gesundheitskosten pro Kopf in Deutschland
2006 sind in Deutschland 236 Milliarden Euro an Krankheitskosten ausgegeben worden. Für jeden Einwohner fielen damit durchschnittlich Kosten in Höhe von 2.870 Euro an. Über die Hälfte der Kosten machten dabei Erkrankungen des Kreislaufsystems, des Verdauungssystems, psychische und Verhaltsstörungen sowie Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems aus. Die Krankheitskosten steigen mit dem Alter.
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